konzept

Seit 1996 liegt die Gartenpflege und zunehmend auch die Gestaltung in unseren Händen. War unser Vorgehen zu Beginn noch eher punktuell und ganz am Bestehenden orientiert, rückte allmählich der Garten als Ganzes ins Blickfeld. Lektüre und Gartenbesuche war ebenso Teil unserer autodidaktischen "Gartenschule" wie unsere praktischen Gehversuche im Garten.

Allmählich fügten sich unsere Eindrücke, Erfahrungen und Überlegungen zu einem stimmigen Bild: Wo bisher Zufall, Kargheit und Monotonie regierten, sollte die barocke Üppigkeit eines englischen Gartens Einzug halten. Die scheinbar wildwuchernde, in die Höhe strebende Natur der mixed borders und die flächige, gezähmte Natur der Rasenterrassen sollten eine spannungsvolle Symbiose bilden.

Die alten Bäume mussten weichen, ebenso der Wäschehängeplatz. Da die Terrassen, getrennt durch meist steile Abhänge, den Garten fast zwangsläufig in eine Art Kammern unterteilen, versuchen wir jedem Border ein eigenes Gesicht zu geben. Im Bild blickt man beispielsweise auf das "Gräser-Border". Die wichtigste Leitpflanze im Garten ist zweifellos die Rose. Sie findet sich in fast jedem unserer Borders, soweit sie genügend besonnt sind.

Die Aura eines alten Gartens wollen wir bewahren. Deshalb bevorzugen wir Pflanzen mit zurückhaltenden, eher kalten Blütenfarben und einem "natürlichen" Habitus. "Schreiende" Farben sind aus dem Garten verbannt.